21.02.2009

19.02.2009

20.02.2009

2 BA(NO3)2 ---> 2BaO+2N2 + 5O2 oder ...

Der Tag an dem die Bühne einstürzte


Die obengenannte Formel war schuld daran, dass ich an diesem verhängnissvollen Freitag fast bewußtlos von der Bühne stürzte. Es handelt sich hierbei um einen Teil der chemischen Reaktion, die beim Abbrennen von Wunderkerzen vonstatten geht. Aber dazu später mehr.

Wie bereits im letzten Jahr war ich auch heute wieder zu Gast beim CCR, dem Camping und Caravan Club Rodgau. Damals war ich ja bereits äußerst begeistert, von den wenigen Menschen, die eine Riesenveranstaltung auf die Beine stellten. Ich versuche einmal alles aufzuzählen, was dem Publikum in diesem Jahr alles geboten wurde.

Eine Protokollerin, vier Tänzer im Männerballet, ein Zwiegspräch, vier Jakobsisters mit Pudeln, eine Büttenrede, The Beatles, vier Nana Mouskouris, ABBA, ein Elvisimitator, ein Sketch mit 4 Personen (die Glocken von Rom - Brüller !!!), ein Holzschuhtanz mit 3 Personen, ein schottisches Tanzduo, zwei Konzertpianisten, ein Prinzenpaar mit Hofstaat und Trommler, ein Tanzmariechen, ein live gesungenes Duett, die ManaMana Mülltonnennummer, eine vierköpfige Flamencogruppe, Roy Black samt Anita, drei Musical Darsteller ... wahrscheinlich habe ich etwas vergessen ... Jedenfalls wurde all das im Verlaufe des Abends von nur acht (!!!) Personen dargestellt. Tonnenweise Requisiten, darunter allein sieben Gitarren, ein Klavier, eine Orgel, eine unvorstellbare Menge an Kostümen, Perrücken und Masken. Unvorstellbar. Ich gehe dort nächstes Jahr wieder hin. Soviel steht fest.

Während der Vorstellung von Elvis wurden im Saal mindestens 100 Wunderkerzen abgefackelt, die eine nicht unerhebliche Menge an Stickoxyden produzierten. Daher wollte meine Stimme nachher nicht mehr so richtig funktionieren. Auch der Gleichgewichtssinn war nicht mehr ganz der Alte. Glücklicherweise bin ich nicht von der Bühne gefallen, was aber nicht schlimm war. Mein Schicksal hatte sich eine zweite, wenn auch sehr halbherzige Möglichkeit einfallen lassen, mich von derselben zu befördern.

Freundlicherweise hatte mir der Techniker Uwe (an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön) eine kleine Bühne aufgebaut, die prompt beim letzten Titel auf der rechten Seite einknickte. So mußte ich also die letzten Takte mit schreckgeweiteten Augen in extremer Schieflage spielen. Zum Glück hats keiner gemerkt. Egal ...

An diesem Abend war auch wieder Johanna vom letzten Jahr da (Sie hatte die Haare schön..., der geneigte Leser dieser Zeilen erinert sich sicherlich). Klarissa (so heißt sie wirklich) trug an diesem Abend ein schönes Harlekinkostüm. Zu diesem Kostüm gehörte auch eine hohe Mütze mit 3 sehr langen Bommeln dran, die sich im Verlaufe des Abends für so manche umherstehende Person zu einer ernsthaften Gefahr entwickelte, wenn Klarissa voller Temperament ihr Haupt schüttelte. Auch egal ... ich gehe nächstes Jahr trotzdem wieder hin, Hurra. :O)