30.10.2005

Hohe Erdanziehungskraft im goldnen Löwen

Diesesmal hat es mich mit Torsten auf die Arheilger Kerb verschlagen. Wobei man sagen muß, daß man den entsprechenden Ortsnamen in der typischen Landessprache schon richtig aussprechen können sollte. Der Musiker, der am Abend zuvor zu Gast war, begrüßte die etwa 250 anwesenden Kerbgänger mit "Hallo Oarheilische...", was für eine vorübergehende Totenstille im Saal sorgte. Also haben wir noch schnell eine zusätzliche Artikulationsübungsstunde eingelegt. Schließlich wollen die Arheilger Einwohner als "Oarhelljer" (Betonung auf "O" !!!) bezeichnet werden. So konnten wir am darauffolgenden Vormittag gut vorbereitet die Bühne erklimmen.

Allerdings hatten wir die Rechnung ohne die hohe Erdanziehungskraft gemacht, die an diesem Sonntagmorgen auf der Bühne herrschte. Erst warf Torsten alle seine Schlagzeugschläger herunter und zu unser aller Begeisterung fiel ihm während dem Titel Moskau auch noch das Mikrofon aus der Halterung. Es war bestimmt ein spannender Anblick, als ich mit der linken Hand eine Hälfte des Liedes weiterspielte, während ich Torsten im Halbspagat das Mikrofon vor den Mund hielt. Er wiederum spielte mit der rechten Hand den Rhythmus weiter und versuchte, weiterhin singend, mit der linken Hand die Klammer über das Mikrofon zu stülpen. Letztenendes klappte beim Abbau unseres Equipments noch der Boden meines Koffers weg, woraufhin sich der komplett frisch verstaute Inhalt wieder auf dem Bühnenboden verteilte.

Am selben Tag fand übrigens in Arheilgen auch der Tag der offenen Tür statt. Und so wurden wir nach dem Auftritt ins Küchenstudio der Firma Möbel Windhaus zum Showkochen mit Fred Böhm eingeladen. Fred Böhm ist ein wahrer Meister seines Fachs und wenn es fürs Kochen einen Oskar gäbe, hätte er in seiner Vitrine sicherlich keinen Platz für andere Dinge mehr. Er war auch nicht unmaßgeblich daran beteiligt, daß wir den Tag wieder einmal erst sehr spät haben ausklingen lassen.

Wir freuen uns schon sehr aufs nächste Mal ...